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Die Inner Development Goals

Die Inner Development Goals (IDGs) sind ein globaler Rahmen für die Kompetenzen, Haltungen und Fähigkeiten, die Menschen brauchen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit aktiv und verantwortungsvoll zu gestalten. Während die Sustainable Development Goals (SDGs) beschreiben, was wir als Weltgemeinschaft erreichen wollen, zeigen die IDGs, wie wir innerlich wachsen müssen, um diese Ziele überhaupt umsetzen zu können.

Entstehung & globale Initiative

Die Inner Development Goals wurden ab 2019 von einem internationalen Netzwerk aus Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entwickelt. Ziel der Initiative ist es, wissenschaftlich fundierte Kompetenzen für gesellschaftlichen Wandel zugänglich zu machen – offen, global vernetzt und für unterschiedliche Kontexte adaptierbar.

Die IDGs bestehen aus 5 Dimensionen mit insgesamt 25 Fähigkeiten.

Wir arbeiten mit den Inner Development Goals für Bildung, Wirtschaft, Organisationsentwicklung und Prozessbegleitung:

1. Being – Beziehung zu mir selbst

Selbstreflexion, Präsenz, Integrität.
In Krisenzeiten brauchen Menschen innere Ruhe, Klarheit und die Fähigkeit, eigene Muster zu erkennen – als Grundlage für verantwortliches Handeln.

2. Thinking – Kognitive Fähigkeiten

Kritisches Denken, Perspektivenwechsel, systemisches Verständnis.
Transormation erforder Menschen, die Komplexität verstehen, Machtverhältnisse reflektieren und langfristig denken.

3. Relating – Beziehung zu anderen

Empathie, Verbundenheit, Wertschätzung von Vielfalt.
Diversitätsbewusste Bildungsarbeit und inklusive Teamkultur entstehen durch Beziehungen, die auf Respekt, Anerkennung und echter Begegnung beruhen.

4. Collaborating – Gemeinsam handeln

Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Co‑Kreation, inklusive Führung.
Gesellschaftlicher Wandel ist ein kollektiver Prozess. Diese Dimension stärkt Beteiligung, demokratische Aushandlung und innovative Zusammenarbeit.

5. Acting – Handeln für Veränderung

Mut, Resilienz, Verantwortung, nachhaltiges Tun.
Engagement braucht Menschen, die ins Tun kommen – reflektiert, solidarisch und mit Blick auf langfristige Gerechtigkeit.


Wie wir damit arbeiten?

Wir nutzen die IDGs, um:

  • demokratische Lernräume zu gestalten
  • diversitätsbewusste Organisationskulturen zu stärken
  • Teams und Führungskräfte in Veränderungsprozessen zu begleiten
  • Resilienz und Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten zu fördern
  • nachhaltige Veränderungsprozesse zu unterstützen

Die IDGs verbinden inneres Wachstum mit äußerem Wandel – und schaffen damit die Grundlage für gerechte, demokratische und zukunftsfähige Organisationen und Gesellschaften.

Methoden

Wir arbeiten mit einem breiten, erprobten Methodenset, das wir kontextsensibel und diversitätsbewusst einsetzen:

  • Reflexions- und Dialogformate (u. a. Art of Hosting, Liberating Structures)
  • Perspektivenwechsel-Methoden aus der diversitätsbewussten Bildungsarbeit
  • Systemische Analyse- und Entwicklungswerkzeuge
  • Achtsamkeits- und Präsenzübungen zur Beruhigung und Selbstregulation
  • Co‑Kreationsprozesse für Teams und Organisationen
  • Methoden der Demokratiebildung (Aushandlung, Beteiligung, Konfliktbearbeitung)
  • Care‑aware Facilitation für sichere, inklusive Lernräume

Alle Methoden sind darauf ausgerichtet, innere Entwicklung mit struktureller Veränderung zu verbinden.

Formate

Wir bieten IDG‑basierte Arbeit in verschiedenen Formaten an:

  • Workshops & Trainings (halbtägig, ganztägig, mehrtägig)
  • Team- und Organisationsentwicklung
  • Begleitung von Veränderungsprozessen
  • Führungskräfteentwicklung
  • Moderation & Facilitation
  • Impulsvorträge & Keynotes
  • Curriculum- und Konzeptentwicklung
  • Regionale Kooperationen im IDG Netzwerk Westösterreich

Alle Formate sind partizipativ, diversitätsbewusst und machtkritisch gestaltet.

Wir sind Teil des IDG Netzwerk Westösterreich, das von den Good Neighbours mit Sitz in Innsbruck koordiniert wird.